13. KAPITEL – Freiheit – Flüchtlingselend und wieder Flora und Fauna

Es vergehen Stunden mit Warten auf Akamouks Rückkehr. Nachdem mich das Stillsitzen im Auto langsam nervt, steige ich aus, um meine Beine zu bewegen. Ich möchte ein bisschen in die Wüste spazieren und probieren, ob man beim gleichmäßigen Gehen wirklich Einfälle hat und Gedanken besser koordinieren könne. Das herumlungernde Militär nimmt keine Notiz von mir, mein Rover bleibt ja als Pfand bei ihnen.WEITERLESEN

14. KAPITEL – Kamelritt -Beginn der Sahelzone – Jagdversuche

Wir haben beim Frühstück Besuch von Akamouk, der den Wirtsleuten mitteilt, dass er und Iyad in den nächsten Tagen in ihre Heimatgegend im Hoggar aufbrechen wollen. Das bedeutet einige Tagesritte durch die Wüste. So einen Trip mitzumachen war schon immer mein Wunsch, nicht nur des Erlebens willen, sondern um besser verstehen zu können, wie Nomaden in der Einsamkeit leben und was sie prägt.… WEITERLESEN

15. KAPITEL – Ein Fest im Hoggar – Tonaufnahmen schwarzer Troubadoure

Wir queren die asphaltierte Transsaharastraße, die von Algier im Norden bis nach Lagos im Süden führt und umgekehrt. Beim Anblick dieses Luxus einer breiten Straße steigen Visionen von frisch überzogenem Bett, blitzsauberem Badezimmer, Abendessen im Restaurant an weiß gedecktem Tisch, gemütlichem Heurigen, Whisky in der Bonboniere-Bar und gut duftenden Damen dortselbst auf. Sie berühren mich wie himmlische Töne todbringender Sirenen, die den Reisenden in den trügerischen vermeintlichen Luxus locken wollen.… WEITERLESEN

16. KAPITEL – Überfall – Nilpferdjagd – Niamey

Meckern und das Getrappel einer Ziegenherde, die langsam an meiner Behausung vorbeizieht, wecken mich. Durch die breiten Spalten der roh gezimmerten Türe zu dem Zimmer dringt schon helles Licht, in dem Staubpartikel tanzen. Ich krieche aus der wohligen Wärme meines Schlafsacks und versuche in der Dunkelheit die Konturen des Schlafgemachs zu erkennen. Außer der Türe gibt es keine Öffnungen nach außen, nicht einmal ein Fenster.… WEITERLESEN

18. KAPITEL – Kamelsuche, Geschichte des Père Ducros – Löwen auf der Piste – Vorbereitungen für Fetischfest

Das Tempo der Kreise, die ich in den quadratisch angeordneten vier Wänden des von mir bewohnten Turmgemachs ziehe, wechselt mit den Stimmungen, die durch meine Eingebungen gesteuert werden. Meine Gedanken drehen mit, oder ist es umgekehrt? Drei Runden im Sinne der Uhrzeiger, drei Runden dagegen. Egal, in welcher Richtung ich mich bewege, sobald ich an einem bestimmten Fenster vorbeikomme, sehe ich die Scheibe des in der Morgendämmerung verblassenden Vollmondes.… WEITERLESEN